Präsentationsseminar
Zusammenfassung, Reflektion
Im März 2011 nahmen 2 SchülerInnen der 6.a Klasse an den traditionellen Präsentationsseminaren des Landesjugendreferates in Graz teil, um für den Landesredewettbewerb in Bad Aussee (11. – 13. April) einen entsprechenden Feinschliff zu erhalten. Melissa Schörkmayr gestaltete über dieses Seminar einen eigenen Filmbericht, Fabian Schober verfasste einen Bericht über die gesammelten Erfahrungen:
Nach zwei äußerst aufschlussreichen Tagen am Präsentationsseminar in Graz kehren wir nun wieder in unsere beschauliche Heimat zurück, um die vergangenen Tage noch einmal Revue passieren zu lassen.
Wir haben konstruktives Basiswissen erlangt, wie man eine Präsentation aufbaut, wie man am besten zum Publikum spricht und seine rhetorischen Fähigkeiten einsetzt. Im Wesentlichen bestehen die Grundregeln zum Vorbereiten einer Rede aus einfachen „Gos and No-Gos“.
Zum einen muss man die Folien der Präsentation, die unbedingt mit Power Point oder etwas Ähnlichem gemacht werden sollten, klar strukturieren und mit einem einheitlichen Design versehen. Sie sollten nicht zu überladen sein, aber dennoch die Folie ausfüllen. Auf keinen Fall darf man mehr als fünf Farben verwenden.
Weiters sollte absolut nicht zu viel Text verwendet werden. Die Folien dienen schließlich nur zum Unterstützen des Gesagten, und nicht dazu, um Formulierungen zu ersetzen.
Gehen wir einen Schritt weiter, zu den oralen Regeln, die es zu beachten gilt. Dem Redner steht das mächtige Werkzeug der Sprache zur Verfügung, derer er sich ohne Umschweife bedienen sollte. Besonders gilt dabei: den Mund weit und offen bewegen und die Worte schön ausformulieren. Aber man sollte dabei auf keinen Fall zu gezwungen wirken. Das heißt, man lässt einfach ein wenig natürliche Lässigkeit einfließen und lässt dann und wann ein wenig Mundart erahnen.
Kommen wir nun zum Aufbau der Rede. Die Rede selbst, das Manuskript oder auch der Leitfaden sind wohl das Wichtigste beim Erarbeiten. Die Worte, die man später durch ein Mikrofon jagt und wo man dabei mehr oder weniger spontan wird, lässt man schon lange vorher auf einem Blatt Papier wachsen.
Dabei gilt die „Fünf-Stufen-Regel“.
Zuerst braucht man einen aussagekräftigen Titel, der das Interesse des Betrachters weckt. Dann nimmt man ein Problem, eine Problemstellung, und legt das Ganze fundiert dar. Danach geht man über zur kritischen rhetorischen Frage, über, etwa: „Soll das Ganze so weitergehen?“, und legt sich damit den Grundstein für eine ebenso rhetorische, aber nichtsdestotrotz vernünftige und befriedigende Antwort. Das wäre der Lösungsvorschlag. Und mit der verbleibenden Energie steigert man sich zum Schlussappell und fordert so die Masse auf, etwas zu tun.
Weiters sollte man sich eines Themas immer vollständig bewusst sein, bevor man beginnt, eine Rede zu schreiben. Sie müssen die Problemstellung kennen, aber auch unbedingt einen guten Lösungsansatz. Wenn Sie das einmal haben, geht der Rest sehr viel leichter.
Fabian Schober (6.a Klasse)