Wasser als Informationsspeicher – Protokoll
(Ein Bericht von Alexander BORS, 7B-NAWI)

 

Am 28. April 2008 hielt Dr. med. univ. Bernhard Pollner, ein ehemaliger Schüler unseres Erzherzog-Johann-BORG und jetziger freier Mitarbeiter bei der Firma Grander, einen Vortrag zum Thema „Wasser als informationsspeicherndes System“. Im Folgenden möchte ich den Inhalt der interessanten und kurzweiligen, sich über drei Unterrichtseinheiten erstreckenden Präsentation zusammenfassen.

 

Wasser ist schon wegen seiner Anomalie (bei 4 °C größte Dichte, Ausdehnung bei Gefrieren) ein sehr interessanter Stoff. Außerdem müsste das aus einem Sauerstoff- und zwei Wasserstoffatomen bestehende Dipol-Molekül eigentlich bei Zimmertemperatur gasförmig sein, da seine Formelmasse mit 18 u deutlich unter der entsprechenden kritischen Grenze von 100 u liegt. Dass es trotzdem den flüssigen Aggregatzustands besitzt, liegt an der durch den Dipolcharakter bedingten Wasserstoffbrückenbindung.

Doch wirkt diese auch bei längeren Strecken, z. B. auf einem sehr dünnen Wasserstreifen von 100 km Länge? Auf diese Frage hat noch niemand eine Antwort gefunden. Ebenso kann bisher wissenschaftlich nicht bewiesen werden, dass Wasser überhaupt Informationsspeicherfähigkeit besitzt, geschweige denn wie dies funktionieren könnte.

Jacques Benveniste, ein französischer Wissenschaftler, hat 1985 einen interessanten Versuch gemacht; er nahm ein von einer Lösung eines Blutgerinnungshemmers ausgehendes elektromagnetisches Signal mittels entsprechender Spulen auf, speicherte es auf einem Computer und spielte dieses Signal später einer kleinen Menge Blut vor – und das Blut gerann nicht.

Seine Schlussfolgerung: Um eine Reaktion im Körper auszulösen, muss nicht zwangsweise ein Ligand auf einen entsprechenden Rezeptor gelangen, es reicht aus, wenn das „Signal“ des Stoffes beim Rezeptor ein gelangt.

Eine Anwendung dieses Prinzips stellt die Homöopathie dar (in der eben Wasser als Informationsspeicher für das Signal dient, wobei auch gezeigt werden konnte, dass die Wirkung stark vom verwendeten Wasser abhängt). Ebenso wird es in der Energiemedizin (auch „digitale Homöopathie genannt) angewendet. Der Arzt arbeitet dabei mit einem PC, welcher Signale diverser Stoffe gespeichert hat. Er spielt dem Patienten diese Informationen vor und erreicht damit den erwünschten Effekt. Cyril Smith hat in diesem Zusammenhang die Möglichkeit einer Elektromagnetik-Allergie erörtert, Hu und Wu haben Experimente zur Narkose mit dieser Technik gemacht.

Emilio Del Giudice, ein italienischer Forscher, stellte eine Theorie auf, wie Wasser strukturiert sein könnte, um Informationen aufzunehmen und verwendete dabei einen quantenphysikalischen Ansatz. Seiner Meinung nach gliedern sich ungefähr 40 % des Wassers in so genannte kohärente Domänen, welche wirbelartig angeordnet sind. Del Giudice zufolge handle es sich dabei um ca. 75 nm lange Bereiche, die an ihrer Oberfläche freie Elektronen haben und innerhalb derer die Moleküle im gleichen Rhythmus schwingen; diese hohe Ordnung sei thermodynamisch von Vorteil. Innerhalb der Domänen, bei denen Del Giudice zwischen zwei Typen unterscheidet (torpedoartige und kartoffelartige, letztere wirken wegen der geringeren Zahl an Elektronen weniger reduzierend), seien elektromagnetische Wellen gespeichert (zu deren Messung übrigens Walter Medinger ein Gerät entwickelt hat).

Der menschliche Körper besteht zu ungefähr 80 % aus Wasser und im wässrigen Zytoplasma spielt sich auch das Zellgeschehen ab. Die konventionelle Theorie ist, dass die jeweiligen Stoffe zufällig zueinander finden; die relative Sicherheit, dass die Reaktion auftritt, sei dadurch gegeben, dass die Zelle einfach sehr viel von jedem Stoff produziere.

Del Giudice dagegen stellte die Vermutung auf, das Wasser könne eine enzymatische Funktion haben; wenn eine kohärente Domäne in gleicher Weise schwinge wie die Stoffe an ihren Enden, so können diese zueinander finden.

Es wurde auch von elektromagnetischen Wellen als Informationsträger gesprochen. Fritz-Albert Popp hat ab 1985 ebenfalls Experimente zum Thema „Kommunikation zwischen biologischen Systemen über UV-Licht“ gemacht. Zuerst ließ er in einem durchsichtigen Behälter eine Immunreaktion ablaufen. Ein anderer Behälter, der den zur Reaktion nötigen Stoff nicht zugesetzt bekommen hatte, wurde so platziert, dass ihn eine – ebenfalls für das Licht durchlässige – Quarzglasscheibe vom anderen trennte – und siehe da: Die Reaktion begann auch im zweiten Behälter. Dies passierte nicht, wenn man zwischen die zwei Behälter eine für UV-Licht undurchlässige Scheibe aus herkömmlichen Glas schaltete.

Zur Lichtemission benötigen die Stoffe natürlich Energie, die von den vorhandenen kohärenten Wasserdomänen abhängt. Diese Erkenntnis lässt sich bei der Untersuchung, ob ein Lebensmittel biologisch ist oder nicht, anwenden, denn diese haben normalerweise „bessere“ Wasserdomänen.

Roland van Wijk untersuchte Menschen mit einem Messgerät für die Photonenabgabe, einem so genannten Photonen-Multiplier, und konnte so unterschiedliche Daten zu deren Gesundheit, Konstitution und Ähnlichem gewinnen.

Alexander Gurwitsch widmete sich der Erforschung der mitogenetischen Strahlung. Er nahm eine Zwiebel und ließ deren keimende Spitze auf eine andere Zwiebel zeigen. Das Ergebnis: Der Bereich, auf den die Zwiebelspitze gezeigt hatte, wies deutlich mehr Mitosen auf als der Rest der Zwiebel.

Gariaev untersuchte den so genannten Phantom-DNA-Effekt. Er gab eine DNA-Lösung in eine Küvette und maß die ausgesendeten Signale. Wurde die DNA entfernt, traten eine Zeit lang noch die gleichen, wenn auch abgeschwächten Signale (quasi das „Echo“ der DNA) auf. Doch warum sendet eine DNA überhaupt Signale aus? Ein primäres Gen ist in der Lage, auf Grund variabler Zwischenschritte unterschiedliche Proteine zu liefern. Laut Herrn Pollner dienen die 97 % unserer DNA, die rein äußerlich nicht gebraucht werden, dazu, Informationen aus anderen DNA-Teilen aufzunehmen und dadurch festzulegen, welche der vielen Möglichkeiten bei der Protein-Herstellung gewählt wird. Ein Experiment mit Pflanzen, bei dem gezeigt wurde, dass beschädigte Pflanzen schneller heilen, wenn man sie mit Signalen aus der DNA einer „gesunden“ Pflanze bestrahlt,scheint dies zu bestätigen.

Wir können vermutlich selbst steuern, welche Signale wir senden. Dazu ein Experiment von William Tiller von der Stanford-Universität (USA):

Er ließ in der Meditation bewanderte Menschen den Wunsch, Wasser möge seinen pH-Wert erhöhen  bzw. senken, auf einen elektromagnetischen Schaltkreis, ein „Intention Imprinted Electronic Device“ (IIED), übertragen. Wasser, das dem Gerät ausgesetzt wurde, zeigte tatsächlich den erwünschten Effekt. Sogar biologische Veränderungen waren möglich – und bei Entfernung des Gerätes erzielte der Platz, auf dem es gestanden hatte, eine Zeit lang den gleichen Effekt, das heißt, der Raum war konditioniert worden!

Abschließend noch ein Experiment aus dem Forschungszweig der „Mind-Matter-Interaction“, das „Global Consciousness Project“. Dazu wurden auf der ganzen Welt Zufallsgeneratoren verteilt, die ständig zwischen 0 und 1 würfelten (und zwar mit der gleichen Wahrscheinlichkeit). An sich funktionierten die Geräte, aber nach emotional sehr bewegenden Ereignissen (wie dem 11. September oder dem Tod von Prinzessin Diana) wurde eine der beiden Größen mit einer den statistischen Zufall deutlich übersteigenden größeren Häufigkeit erwürfelt.

 

Natürlich sind all diese Vermutungen eher parawissenschaftlich, doch die herkömmliche Wissenschaft kann sie nicht erklären und wer weiß, was sich auf diesem Gebiet noch tun wird. Man darf gespannt sein!

 

Alexander Bors, am 30. Mai 2008