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Im bitterkalten Herzen Sibiriens
Eine Woche verbrachte der Abenteurer aus Gosau im äußersten Nordosten Russlands,
in Tschukotka)
Gouverneur dieser Region ist Multimilliardär Roman Abramowitsch. Für weitere
vier Wochen führte ihn sein
„Winterurlaub“ in die autonome russische Teilrepublik Jakutien. Dort liegt
Oimjakon, der Kältepol
der nördlichen Hemisphäre. In Oimjakon wurden 1926 unglaubliche minus 71,2 Grad
Celsius gemessen.
Helmut Pichler: „Die Tiefsttemperatur, die ich erlebte, betrug minus 60 Grad.
Eine Banane war innerhalb kürzester
Zeit steinhart gefroren, ich konnte mit ihr einen Nagel einschlagen.“ Lächelnd
ergänzt er: „Der Höchstwert
während meines Aufenthalts in Oimjakon lag — nach einem Föhneinbruch — bei
minus 45 Grad.“
Abgehärtete Menschen, Kühe mit „Spezial-BH“
Mensch und Tier haben sich in allen Lebensbereichen auf die extreme Kälte eingestellt.
Als besonders robust
gilt die Pferderasse Jakute. Diese Wald- und Tundrapferde sind das ganze Jahr
im Freien und dabei einem
Temperaturunterschied von 100 Grad (plus 40 Grad im Sommer, minus 60 Grad im
Winter) ausgesetzt.
Kühe kommen nur wenige Minuten, beim täglichen Weg aus dem Stall zur Tränke,
mit der Kälte in Berührung.
Dabei schützt sie ein „Spezial-BH“ vor Euter-Erfrierungen. Die Jakuten
beschäftigen sich im Winter in erster Linie
mit Eisfischen, Jagen und Fallenstellen. Sie sind von klein auf abgehärtet — so
legen beispielsweise jakutische Kinder
auch bei Eiseskälte jeden Tag bis zu sieben Kilometer Schulweg zu Fuß zurück.
Alaska und Beringstraße im Sommer
Das neueste Dia-Erlebnis von Helmut Pichler beinhaltet auch Eindrücke von seiner
Polarkreis-Sommerreise 2006:
„Dabei erlebte ich die beeindruckende Faszination der Natur Alaskas, sah
unzählige Grizzlys und Eisbären.
An der Beringstraße ergab sich die einmalige Gelegenheit, den traditionellen
Walfang der Eskimos hautnah beobachten zu können.“