28. Mai 2001, Festsaal Saalfelden
Auf Einladung der Bürgerinitiative Taxau (Dr. Michael Weber) referierte in eindrucksvoller weise Siegfried Zwerenz von der Bürgerwelle Deutschland. Herr Zwerenz ist Heilpraktiker und Baubiologe und beschäftigt sich sehr intensiv mit dem Thema Mobilfunk und dessen gesundheitlichen Auswirkungen.
Im Folgenden sind einige besonders wichtige Aussagen zusammengefasst:
1) Elektromagnetische Felder sind umso schädlicher in ihrer Wirkung und das bei immer geringerer Dosis, je
länger
kontinuierlicher und je
verschiedener diese sind.
Schon 1975 wurden Auswirkungen von Hochfrequenten Elektromagnetischen Feldern auf die Hirnströme von Katzen beobachtet.
Auch der Organisationskanal von Handysendern ist gepulst !! (lässt sich mit Frequenzanalyse nachweisen)
Die derzeit geltenden Grenzwerte kommen aus dem Arbeitsschutzbereich, wo bei Expositionen von 6 Minuten eine Erwärmung von maximal 1 Grad Celsius nicht überschritten werden darf. Für Arbeiter gilt ein Schutzfaktor 10, für die Allgemeinbevölkerung ein Schutzfaktor 50. daraus leiten sich die Grenzwerte ab, keinesfalls gedacht für Langzeitexpositionen (WHO Broschüre 10/99). Die Erstellung dieser Grenzwerte wurde also garnicht mit dem Ziel eines Langzeitschutzes durchgeführt.
Die Grenzwerte sind liederlich und fahrlässig (Prof. Knasmüller, UNI Wien)
Der Medizinphysiker Lebrecht von Klitzing stellte fest, dass schon Leistungsflussdichten von 0,001 mW/m2 schädlich sein können.
Ein wichtiges Detail sind die sog. Biologischen Fenster, die man für Gewebe beobachtet, das heißt, dass bei unterschiedlichen Strahlungsleistungen unterschiedliche biologische Reaktionen auftreten (siehe Diagramm)
Es gibt duzende solcher biolog. Fenster im Organismus.
Strahlungsleistung

Neil Cherry (Neuseeland) sagte, dass entscheidende Studien von der ICNIRP (Internationale Kommission zum Schutz vor Nichtionisierender Strahlung) ignoriert wurden. Die signifikant steigende Krebshäufigkeit mit zunehmender Strahlungsdosis ist erwiesen, ebenso dass Elektromagnetische Felder gentoxisch wirken.
In einer internationalen Konferenz in Wien galt die athermische Wirkung von Hochfrequenter gepulster Strahlung als gesichert.
Die Unschädlichkeit der Strahlung kann garnicht bewiesen werden, ob man Effekte findet hängt natürlich davon ab, wonach und wie man sucht.
Beispiel:
Jemand verliert im Wald einen Ring.
Person A sucht im Wald und kommt erfolglos zurück. Sie behauptet: „“Im Wald gibt es keinen Ring!“.
100 Personen gehen in den Wald und suchen nach dem Ring. Sie kommen erfolglos zurück und behaupten „Im Wald gibt es keinen Ring!“)
Person B geht in den Wald und findet zufällig den Ring.
Damit sind durch einen Erfolg alle zuvor gemachten Behauptungen, dass es im Wald keinen Ring gibt, hinfällig und widerlegt.
Es genügt also eine einzige seriöse Studie, die Effekte nachweist, um alle anderslautenden zu widerlegen.
Prof. Semm forschte für die Deutsche Telekom (Melatonin, Hormon der Zirbeldrüse, das den Schlaf-Wachrhythmus steuert) und stellte Störungen fest, die deutsche Telekom gab diese Ergebnisse sogar zu (Telemetriekonferenz Garmisch-Partenkirchen).
60% der Nervenzellen reagieren unter Einfluss von hochfrequenter elektromagnetischer Strahlung falsch !!
Prof Salford, Lund, Schweden zeigte, dass die Blut-Hirn-Schranke, die das Gehirn vor Giftstoffen und auch körpereigenen Eiweißen schützt, selbst noch beim 20.000-fachen unter der Leistung eines Handys versagt. (Alzheimerähnliche Symptome, Geldrollenphänomen der roten Blutkörperchen nach dem Telefonieren) Hier spielen wieder die Biologischen Fenster eine wesentliche Rolle, das heißt, weniger Leistung kann mehr Schaden anrichten.
Die einzige Langzeitstudie erfolgte an 38 Höfen (2 Jahre) und stellte Effekte fest (Missbildungen, Fehlgeburten), das Stresshormon Cortisol war bei den Tieren (Rinder, Schweine)verändert.
Immer mehr Gemeinden bleiben lieber „Funklöcher“ und stellen keine Grundstücke für Sendeanlagen zur Verfügung.
Die Argumentation, dass ein Sender mitten im Ort mit schwacher Sendeleistung besser ist als ein entfernter Sender mit hoher Sendeleistung ist falsch, das lässt sich leicht rechnerisch nachweisen. (50 Watt Maximalleistung, Abstandsgesetz 1/r2)
Die Sendearchitektur ist wabenförmig, sie besteht aus
Großzellen (10-30 km Radius)
Kleinzellen(1-3 km) und
Mikrozellen(100 Meter bis 300 Meter).
Dies ist nötig, um ausreichend Nutzerkapazität zu schaffen (etwa 30 Handys pro Zellentyp)
Eine Leistungsflussdichte von 1µW/m2 wäre erstrebenswert, die Handys würden dann nur mehr im Freien funktionieren.
Rotwild und Fledermäuse verschwinden in der Nähe von Sendeanlagen.
Satellitentelefone sind teuer, funktionieren im Haus nicht und haben zu schwache Kapazitäten.
Nicht die Betreiber schaffen das Festnetz ab sondern die Handynutzer !!
Berufliche Gespräche über Handy machen mit Abstand den geringsten Anteil aus !!