Hier eine Auswahl einiger Studien, die eine Dosis-Wirkungs-Beziehung nachweisen:

 

CHERRY 2000 (Neuseeland)

SANTINI 2001 (Frankreich)

KUNDI 2002 (Austria)

GOMEZ-PERRETTA 2002 (Spanien)

TNO-Laboratories  2003 (Niederlande)

 

 

SANTINI 2001

Ein Artikel, der in « LA PRESSE MEDIDALE » vom 10. September 2001 veröffentlicht wurde. Symptome, die von Personen in der Nähe von Mobilfunk-Basisstationen empfunden werden .

By R. SANTINI et coll.

Die Symptome, die durch die Benutzung von Handys entstehen sind relativ gut bekannt. (1,2,3).

Im Gegensatz dazu existieren keine gesundheitlichen Untersuchungen von Personen, die in der Nähe von Mobilfunk-Basisstationen leben.

Die Ergebnisse, die durch Analyse belegt werden, umfassen in der Gesamtheit 530 Fragebögen von Personen aus Frankreich, die in der Nachbarschaft von Mobilfunk-Basisstationen leben. Die Teilnehmer der Aktion gaben die Entfernung zur Basisstation wie folgt an:

19,6 % lebten weniger als 10 Meter entfernt;

26,2 % lebten in einer Entfernung von 10 bis 50 Metern;

13,8 % lebten in einer Entfernung von 50 bis 100 Metern;

9,6 % lebten in einer Entfernung von 100 bis 200 Metern;

10,1 % lebten in einer Entfernung von 200 bis 300 Metern und

20,7 % lebten in einer Entfernung von über 300 Metern oder waren nicht von Basisstationen belastet. Sie schätzten die Intensität ihrer Symptome durchfolgende Scala ein: Keine Symptome = 0, manchmal = 1, oft = 2, sehr oft = 3.

Die Statistische Auswertung ( Geprüft von CHI CARRE mit Korrektur von YATES) zeigt die Häufigkeit von Symptomen mit der Intensität 2 und 3 in Abhängigkeit von der Entfernung von der Basisstation. Als Referenzgruppe wurde die Gruppe gewählt, die am weitesten entfernt war (Entfernung > 300 m) oder außerhalb des Versorgungsbereiches der Basisstation lag.

Die Tafel zeigt eindeutig:

       

    1. Die Existenz von bestimmten Beschwerden. Übelkeit, Appetitlosigkeit, Seestörungen, Bewegungsschwierigkeiten) mit signifikantem Unterschied ( p<0,05) einig und allein in einer Zone sehr nahe an der Basisstation (Entfernung weniger als 10 Meter).

       

       

    2. Die Tatsache, dass für andere Symptome ein deutlicher Anstieg der Beschwerden in der Zone bis 100 Metern beobachtet wurde (Reizbarkeit, Neigung zu Depression, Gedächtnisverlust, Schwindel). Bis 200 m fanden sich (Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Unbehaglichkeitsgefühle, Hautprobleme). Bis 300 m fand sich chronische Müdigkeit.

       

 

In Hinsicht auf diese Ergebnisse und in Anwendung des Vorsorge-Prinzips, wird empfohlen, Mobilfunk-Basisstationen nicht näher als 300 Meter von Wohngebieten aufzustellen. Insbesonders gilt dies für physiologisch empfindliche Bevölkerungsgruppen wie Tagesstätten für Kinder, Schulen, Altenheime und Krankenhäuser, ....

Studienergebnisse  

 

Symptome

Entfernung von der Basisstation in Metern (m)

< 10 m

10 - 50 m

50 - 100 m

100 - 200 m

200 - 300 m

> 300 m …

2

3

2

3

2

3

2

3

2

3

2

3

Müdigkeit

76

*

72

*

63.5

*

50.9

*

60.6

56.6

*

64.2

41.1

66.6

*

43.7

40.7

27.2

Reizbarkeit

32.8

23.2

*

41.7*

25.7*

47.2*

44.1*

25.8

4.1

25

9

18

3.3

Kopfweh

51

*

47.8

*

40

*

26.1

*

40.6

*

36.7

*

60.7

*

31.2

*

19.3

0

15.6

1.8

Übelkeit

14.5

*

6.9

8.4

3

5.7

3.8

2.4

4,6

0

2.3

2,1

1.1

Apettitlosigkeit

20.4

*

8.3

8

5.5

5

5

6.9

0

4.2

0

3.3

3.3

Schlafstörungen

41.3

*

57.1

*

41.4

*

57.5

*

46.9

*

58.5

*

45.8

*

50

*

33.3

35.5

13.8

21.1

Neigung zu Depression

16,9

26.8

*

21.6

19.7

*

11.6

24

*

16.2

3.1

13.6

2.5

10.3

3.7

Unwohlsein

28

*

45.4

*

25.2

*

18.9

30.6

*

12.8

15.7

*

0

9.7

5.1

2.4

8.1

Konzentrations-schwierigkeiten

39.3

28.8

*

37.5

16.6

34.2

26.4

*

25

12.5

43.3

5.5

26.7

7.1

Gedächtnisverlust

27.8

25.4

*

29.4

26.6

*

37.1

*

29

*

25

15.6

17.2

11.1

17.9

5.8

Haut-Probleme

18.1

*

17.1

*

6.6

10.8

11.1

*

11.1

13.9

*

7.5

8.7

0

1.2

4.6

Sehstörungen

14.5

24.3

*

23

13.5

22

7.1

2.5

4.9

15

2.8

13.6

4.1

Hörstörungen

33.3

*

17.4

17.7

*

12

8.3

15.5

7.7

7.7

11.6

9.5

5.6

8.7

Schwindel

10

12.5

*

17.3

*

7,5

*

9.6

9.6

*

12.2

2.7

7.7

5.2

6.2

0

Störungen des Bewegungsapparat

5.6

7.7

*

8.2

1.7

3

3

0

0

2

0

2.9

1

Herz-Kreislauf-

Probleme

 

10.1

*

 

13

*

 

15.3

*

 

9.6

 

12.3

*

 

7.4

 

8.7

 

0

 

8.5

 

6.5

 

1

 

3

Tafel: Prozentsatz der berichteten Beschwerden von in der Nähe von Mobilfunk-Basisstationen lebenden Personen in Abhängigkeit der Entfernung von der Basisstation.

* = Signifikante Unterschiede (p<0.05) im Vergleich zur Referenz- (Kontroll-) Gruppe, die mehr als 300 Meter von Baisstationen entfernt waren oder gar nicht belastet waren und zur Antwortgruppe 2 = « oft » and 3 = « sehr oft» gehören.

     

  1. SANTINI R. et al. Symptoms experienced by users of digital cellular phones : A study of a French engineering school. Electro And Magnetobiology. 2001. (Sous presse).
  2. SANTINI R. et al. Symptômes rapportés par des utilisateurs de téléphones mobiles cellulaires. Pathol. Biol. 2001. 49: 222-226. [English – Symptoms reported by some mobile cellular phone users.]
  3. SANTINI R. Les téléphones cellulaires et leurs stations relais: risques pour la santé ? Presse Med. 1999. 28: 1884-1886. [English – Cellular telephones and their base stations: risks for health?]

 

Neue Studie erhärtet Verdacht auf erhöhtes Krebsrisiko durch Mobilfunkstrahlung

Quelle: Differentiation, Mai 2002; Nachricht von Jörg Wichmann                            

D. Leszczynski, S. Joenväärä, J. Reivinen, R. Kuokka sowie Dr. Claudio Gómez-Perretta, Spanien

(Zusammenfassung)

Eine neue Studie erhärtet den Verdacht, dass Mobilfunkstrahlung unterhalb der zulässigen Grenzwerte das Krebsrisiko erhöht. Der Experte Dr. Claudio Gómez-Perretta, der vor kurzem Forschungsverbot erhielt, fasst die Studie so zusammen:
 

„Die Studie führt die Entstehung von HSP-27-Tumormarkern in menschlichen Endothelzellen auf die Bestrahlung mit gepulster GSM-Mobilfunkstrahlung (900 MHz moduliert, 1 Stunde, SAR unter 2 Watt/kg) zurück. Dabei wurde darauf hingewiesen, dass die ICNIRP-Grenzwertempfehlungen deutlich unterschritten wurden und es sich um athermische Effekte handelt. Die Temperatur der Zellkulturen veränderte sich dabei nicht. Diese Arbeit bestätigt frühere Studien dieser Art wie z.B. die von French und Team.“ Die Autoren stellen die Hypothese auf, dass die Aktivierung der HSP-27-Tumormarker durch GSM-Mobilfunkstrahlung die Entwicklung von Gehirntumoren begünstigen und die Blut-Hirn-Schranke öffnen kann. Die Autoren sind der Ansicht, dass diese Geschehnisse, wenn sie eine lange Zeitperiode wiederholt geschehen, durch die mögliche Summierung von Hirngewebeschäden zu einem Gesundheitsrisiko werden können.

 

 

Niederländische Studie zu UMTS- Folgen

Hier der Link (Volltext!) dazu: http://www.ez.nl/beleid/home_ond/gsm/docs/TNO-FEL_REPORT_03148_Definitiefpdf

Quelle/Informant: Dr. Moldan, Iphofen

Die unten angesprochene Studie kann über einen Link über die Internet-Seite des Dachverbandes der norddeutschen Mobilfunkbürgerinitiativen (http://www.imono.de <http://www.imono.de/> ) Punkt "Studien") im Originaltext abgerufen werden. In der Pressemitteilung hierzu heißt es:

UMTS-Sendeanlagen verursachen Übelkeit und Kopfschmerzen Zu diesem Ergebnis kommt diese Studie zu den Auswirkungen der 3G-Sendeanlagen, die drei niederländische Ministerien für Wirtschaft, Gesundheit und Telekommunikation in Auftrag gegeben haben. Durchgeführt wurde die Forschungsreihe vom technologischen Institut TNO. "Als die Testpersonen in der Nähe von simulierten Sendeanlagen der dritten Generation waren, zeigten sich erhebliche Auswirkungen. Sie hatten ein kribbelndes Gefühl, bekamen Kopfschmerzen und Brechreiz", so eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums. Bei herkömmlichen Sendeanlagen konnten die Probanten keine solchen Auswirkungen feststellen.

Die kognitiven Fähigkeiten wurden dagegen bei herkömmlichen und bei UMTS-Sendeanlagen in die Höhe getrieben. Die Testpersonen zeigten eine schnellere Reaktionszeit und ein aktives Erinnerungsvermögen. Sprecher der niederländischen Ministerien kündigte Folgestudien an, um die Ergebnisse zu überprüfen und die Möglichkeit von biologischen Langzeitschäden zu ermitteln. Zudem will man die alarmierenden Resultate (Hervorhebung von IMoNo) innerhalb der Europäischen Kommission diskutieren.

Die Untersuchung erfolgte in Form einer Doppelblindstudie, das bedeutet dass keine der Testpersonen wusste, wann die Sendeanlage eingeschaltet war und wann nicht. (as)

 

 

TNO-Report, Niederlande (Auszug) September 2003

Wirkungen der hochfrequenten Felder globaler Kommunikationssysteme auf das Wohlbefinden und die kognitiven Funktionen von Menschen mit und ohne subjektive Beschwerden.

Autoren: Prof. Dr. Zwamborn, Dr. Vossen, van Leersum, Ouwens, Mäkel

1. Einleitung Weltweit ist nach der Einfuehrung des GSM (Global System for Mobile Communikation) in den 1990er Jahren der Gebrauch von Mobiltelefonen dramatisch angestiegen.

[...] Es gibt nur wenige Informationen ueber die nichtthermischen Einfluesse der elektromagnetischen Felder, die von diesen Telefonen verursacht werden, die auf menschliche Gewebe und insbesondere auf das Gewebe des Gehirns einwirken.

Regelmaessig werden Berichte ueber gesundheitliche Auswirkungen, die auf den Gebrauch von Mobiltelefonen zurueckzufuehren sind, in wissenschaftlichen Magazinen veroeffentlicht und dann gewoehnlich von der oeffentlichen Presse uebernommen. In so gut wie allen Faellen beziehen sich die Berichte auf Experimente, die entweder Studien an Tieren oder Kurzzeitstudien mit Menschen sind.

Die untersuchten Faelle sind das Auftreten von Hirntumoren [1, 2, 3], Einfluesse auf das Elektroencephalogramm (EEG) [4, 5], die Ausschuettung von Hypophysenhormonen [6], kognitive Funktionen [7 - 18], Temperaturveraenderungen im Gehirn [19 - 21], Zerstoerung der Erbsubstanz (DNA) [22], Anregung der weissen Blutkoerperchen (Lymphozyten) und der Zellteilung [23], die Sehfunktion [24] usw.

[...] Es wurden viele Studien mit widerspruechlichen Ergebnissen zum Einfluss der Mobiltelefone veroeffentlicht. Bezueglich der kognitiven Funktionen fanden wir fuenf Publikationen [7, 8, 9, 12, 13], die kurzzeitige Effekte auf kognitie Funktionen zeigen. Kuerzlich veroeffentlichten Cook et al. [25] einen Ueberblick.

Ein leichter signifikanter Anstieg in der Reaktionszeit wurde von Preece et al. [7] gefunden, das konnte jedoch durch die Ergebnisse von Koivisto et al. [8] nicht bestaetigt werden.

Krause et al. [9] berichteten bei Menschen, die GSM-aehnlichen Signalen ausgesetzt wurden, eine leichte Verbesserung bei einigen Gedaechtnisaufgaben.

Alle oben erwaehnten Studien drehten sich um den akuten Einfluss auf die untersuchten Parameter entweder bei gesunden Menschen oder bei Tieren, die GSM-aehnlichen Signalen ausgesetzt waren.

ZU Ueberempfindlichkeits-Symptomen fanden wir zwei Studien [16, 18], die ueber einen Zusammenhang zwischen subjektiven Symptomen und hochfrequenten Feldern berichten, und zwei Studien [10, 17], die keinen statistisch signifikanten Zusammenhang zeigen.

Hietanen et al. [10] untersuchte die Hypothese, dass es hypersensitive Personen gibt, die subjektive Beschwerden bekommen, wenn sie den elektromagnetischen Feldern von Mobiltelefonen ausgesetzt sind. Sie fuehrten doppelt-blinde Provokationsexperimente durch. Aus ihrer Arbeit folgerten sie, dass sie keinen Kausalzusammenhang zwischen der Einwirkung von Mobiltelefonen und den Ueberempfindlichkeitsreaktionen fanden.

Die vorliegende Studie traegt bei zu der Forschung einen Zusammenhang zwischen elektromagnetischen Feldern und Hirnfunktionen zu finden.

Im Gegensatz zu Hietanen et al. [10] gilt:

- Wir konzentrierten unsere Forschung auf Menschen, die in der Naehe von Mobilfunk-Basisstationen wohnen.

- Wir maßen die kognitiven Funktionen der Teilnehmer waehrend der Bestrahlung (einschliesslich Placebo).

- Wir maßen das Wohlbefinden mit einem Fragebogen.

- Wir bestimmten keine physikalischen Parameter wie Blutdruck und Herzschlag.

In dieser Art von Studien ist ein sehr wichtiges Qualitaetskriterium eine Reproduzierbarkeit der Strahlenmenge (Dosimetrie) und der elektromagnetischen Umgebung sicher zu stellen.

1.1 Wissenschaftliches Ziel

Das Ziel dieser Forschung war zu bestimmen, ob ein Zusammenhang existiert zwischen elektromagnetischen Feldern und den subjektiven Beschwerden, bzw. einer kognitiven Leistungsteigerung, die mit einem elektromagnetischen Reiz verbunden sind.

[...] Das Ziel wurde verfolgt, indem wir ein Design einer kreuzweisen Doppelblind-Studie benutzten, um den wirklichen Einfluss der Felder auf die berichteten Beschwerden herauszufinden.

[...] 11.5 Diskussion der Hypersensitivitaet und des Wohlbefindens

[...] Wir sind nicht ueberzeugt, dass die Studie von Hietanen et al. [10] auf eine sachgerechte Weise durchgefuehrt wurde.

[...] 12. Schlussfolgerungen und Empfehlungen

[...] Unsere Forschung zeigt, dass unsere Hypothese, dass wir keinen Kausalzusammenhang zwischen der Anwesenheit elektromagnetischer Felder und den gemessenen Parametern finden wuerden, sich nicht bestaetigte.

Wir haben einen statistisch signifikanten Zusammenhang zwischen der Anwesenheit von UMTS-aehnlichen Feldern einer Staerke von 1 V/m und dem Wohlbefinden gefunden.

Sowohl Gruppe A, wie auch Gruoppe B zeigten vergleichbare Effekte in den Ergebnissen zum Wohlbefinden.

Es ist besonders zu erwaehnen, dass die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Gesundheit definiert als "ein Stadium vollkommenen physischen, mentalen und sozialen Wohlbefindens und nicht nur als die Abwesenheit von Krankheit oder Gebrechen."

Nach dieser Definition ist das Gefuehl des Wohlbefindens ein Teil der Gesundheit.

[...] In unserer Studie wird gezeigt, dass thermische Effekte vernachlaessigbar sind, und deshalb scheint eine Erklaerung, die sich auf thermische Effekte beruft, fuer die beobachteten Wirkungen auf die kognitiven Parameter als hoechst unwahrscheinlich.

[...]Ohne Frage rechtfertigen unsere Ergebnisse weitere wissenschaftliche Forschung auf diesem Gebiet.

TNO Physics And Electronics Laboratory, The Hague, NL www.tno.nl