|
Was
ist DECT?
DECT ist
einer von 2 aktuellen technischen Standards für schnurlose Heimtelefone; der
alternative (2.) Standard lautet CT1+.
·
Während DECT ein digital
gepulster Mobilfunk in E-Netz-Analogie ist, funkt CT1+ analog - ähnlich
dem C-Netz-Standard.
·
Während DECT 24
Stunden täglich ohne Pause auf voller Leistung in Ihrer Wohnung sendet -
auch wenn Sie überhaupt nicht telefonieren oder das Mobilteil völlig
ausschalten - funkt CT1+ nur in der Zeit, in der Sie mit dem Mobilteil
telefonieren.
·
Während DECT sich
problemlos in die Mobilfunk-Netze (D- und E-Netze) integrieren läßt (der
Mobilfunk wird dann über die DECT-Stationen abgewickelt), ist CT1+ ein vom
Mobilfunk völlig getrenntes (Heim-)System.
·
Während DECT mit dem
Argument "abhörsicher" erfolgreich vermarktet wird (das ist zwar
gelogen - aber wer schreitet schon ein?), beurteilt die Stiftung Warentest CT1+
als das bessere System: "digitale Geräte schneiden in Gebäuden
allgemein etwas schlechter ab ... DECT-Telefone können nämlich den
Satellitenempfang stören. Auch für Hörgeräte, normale Telefone und
Stereoanlagen ist die gepulste Mikrowellenfrequenz der schnurlosen (DECT-)Telefone
starker Tobak ... Bei analogen Schnurlostelefonen gibt es ... keine
Probleme." (Test 7/97; nur schade, dass bei der Stiftung Warentest
keiner weiterdenkt als bis zu den technischen Systemen - sonst könnte er
ja noch auf die Idee kommen, dass auch biologische Systeme Probleme
bekommen! Die Industrie-Lobby war aber offenbar sehr erfolgreich: im letzten
Test der Stiftung Warentest (6/99) wurden einfach nur noch DECT-Geräte
miteinander verglichen... !)
Eine
Kurzinformation der Bürgerwelle e.V., Tel. 09631795736, Fax 09631795734 -
www.buergerwelle.de
Sonderdruck aus
WOHNUNG+GESUNDHEIT, Heft 79, 1996 und Heft 86, 1998: DECT-Homehandys im Test
Im
Gespräch: Schnurlose Telefone
Gepulste
Strahlung nonstop - Erste Fallbeispiele aus der Praxis
'Schnurlose' nennt man jene funkenden
Haustelefone, die im Bereich von etwa 50 bis 200 Metern ohne Kabel auskommen und
deren kleine Basisstationen (zumeist gleichzeitig die Ladestationen der Akkus)
in den eigenen vier Wänden auf Schreib- oder Nachttischen stehen. Nimmt man den
drahtlosen Hörer zur Hand und wählt, dann sorgt ein elektromagnetisches Feld für
die Verbindung vom Handapparat zum Basisteil. Beendet man das Gespräch und hängt
ein, dann ist Stille, auch Funkstille. So sollte es sein, so war es bisher bei
den Schnurlosen aller Hersteller.
Eine neue Technik macht's möglich: Die fürs Telefonat benötigte
elektromagnetische Strahlung hört nach dem Einhängen eben nicht auf. Die
Basisstation sendet ohne Unterlaß weiter, nonstop, 50 bis 200 Meter weit. DECT
heißt das Zauberwort. DECT ist ein Standard, nach dem seit 1994 schnurlose
Telefone gebaut werden.
Neu dank DECT ist auch der Abschied von der analogen Technik, mit der bisher
gesendet wurde. Statt dessen kommt nun die digitale Technik, und diese ist zudem
gepulst, das heißt, die elektromagnetische Strahlung wird rhythmisch
"zerhackt", getaktet. Diese Art zu Senden kennt man schon vom Radar
und Mobilfunk, den D- und E-Netzen. Bei der ungepulsten analogen Technik konnten
in all den Jahren keine biologischen Risiken festgestellt werden. Bei der
gepulsten digitalen Technik gibt es dagegen ständig neue Warnungen seitens der
Wissenschaftler, sie fanden zahlreiche biologische Effekte im Einfluß dieser
Strahlung. Trotzdem werden gepulst funkende Telefone weiter millionenfach
verkauft.
Dank DECT-Technik muß jetzt auch mit höheren Strahlungsstärken gerechnet
werden, denn statt 10 Milliwatt wie bisher werden nun 250 Milliwatt in die
Umgebung (und auf den Menschen) geschickt, 25mal mehr.
So findet man heute drei verschiedene technische Standards, nach denen die
Hersteller produzieren:
Schnurlose Telefone nach CT1-Standard gibt es seit zwei Jahrzehnten auf dem
internationalen Markt. Die Technik wurde überarbeitet und heißt ab 1998
CT1-Plus. CT2 kam vor einigen Jahren aus den USA (CT steht für Cordless
Telephone), und DECT (Digital Enhanced Cordless Telecommunications) drängt
aktuell in die Verkaufsregale. Alle Anbieter wie Bosch, Grundig, Hagenuk,
Panasonic, Philips, Quelle, Samsung, Siemens, Sony, Telekom... produzieren ihre
drahtlosen Telefone nach diesen drei Standards.
CT1-Plus-Schnurlose senden relativ schwache und nicht gepulste analoge Wellen
aus, und das nur, wenn telefoniert wird.
CT2-Schnurlose senden ebenfalls relativ schwache, aber gepulste digitale Wellen
aus, und das auch nur dann, wenn telefoniert wird.
DECT-Schnurlose senden dagegen relativ starke und gepulste digitale Wellen, und
(das ist besonders wichtig) die Basisstationen senden mit voller Leistung
nonstop, Tag und Nacht, auch wenn gar nicht telefoniert wird. Gepulster
Elektrosmog zu Hause und darüber hinaus, ohne Pause.
GAP (Generic Access Profile) erweiterte 1997 diesen DECT-Standard. GAP gewährleistet,
daß die DECT-Telefonsysteme verschiedener Hersteller miteinander optimal
kommunizieren. Wenn Sie hier oder in den technischen Unterlagen der Schnurlosen
GAP lesen, dann wissen Sie, GAP und DECT meinen das gleiche.
Deshalb, wenn Sie keine gepulste Strahlung und keine Dauerstrahlung über das
geführte Telefonat hinaus wollen: Vorsicht in der Nähe dieser Telefone nach
DECT- bzw. GAP-Standard, egal welcher Hersteller sie baut. Ich habe bei Fachhändlern
und in den Telefonläden meiner Umgebung nachgefragt. Kaum einer kannte den
Unterschied der Standards, wußte ob gepulst oder ungepulst gesendet wird, kaum
einer konnte die besorgte und berechtigte Kundenfrage beantworten, ob die Geräte
dauernd funken oder nur beim Telefonieren. Fragen Sie hartnäckig, lesen Sie in
den Anleitungen und technischen Daten der Telefone nach, da steht's, zumindest
meistens.
Schnurlose im Öko-Test
Der Öko-Test veröffentlichte im März
1996 den Testbericht über 'Schnurlose Telefone'. Hier einige Auszüge aus dem
Artikel von Öko-Test-Redakteurin Eva Roth:
In die Kritik geraten sind Handys und Mobilfunksendeanlagen. Die D- und E-Netze
strahlen elektromagnetische Wellen ab, die man bisher nur vom Radar kannte und
die als besonders schädlich gelten: gepulste Wellen. Es häufen sich die
Berichte von Menschen, sogar von Kindern, die z.B. über Schlafstörungen
klagen, seit ein Mobilfunksender in der Nachbarschaft den Betrieb aufgenommen
hat. Wissenschaftler warnen vor den Risiken gepulster Strahlung.
Trotz aller Bedenken forciert die Industrie gepulst sendende Telefone. Dabei
geht es nicht nur ums Handy oder Autotelefon. Ein weiteres funkendes Telefon
wird zum Massenartikel: das Schnurlose für zu Hause. Heute stehen bereits vier
Millionen Telefone ohne Kabel in deutschen Wohnungen.
Irgendwo in der Wohnung ist die Basisstation, eine unauffällige
Mini-Sendeanlage, die auch Ladeteil für die Akkus ist. Das Gespräch wird per
Funk vom Handgerät zu dieser Basisstation gesendet. Hier werden die
Informationen verarbeitet und in das öffentliche Telefonnetz eingespeist.
Wir wollten wissen, ob die kleinen schnurlosen Telefone für zu Hause ähnliche
Risiken bergen wie die großen Brüder für unterwegs, die echten
Mobilfunkhandys. Wolfgang Maes, freier Sachverständiger für Baubiologie und
Umweltanalytik, und sein Kollege Helmut Merkel, DiplomIngenieur für
Elektrotechnik, haben für uns sieben Schnurlose auf elektromagnetische Felder
untersucht. Das Ergebnis: Vier der sieben Apparate sind nicht empfehlenswert.
Sie funktionieren nach DECT-Standard, senden stärker als die anderen und zudem
gepulst. Deren Basisstationen strahlen -noch ein Negativpunkt- immer, egal ob
man nun telefoniert oder nicht.
Für Maes sind diese Nonstop-Sender eine "zusätzliche kritische und unnötige
Elektrosmogbelastung", die kaum ein Konsument einzuschätzen vermag, weil
kaum einer weiß, daß es hier um einen Dauerfeldverursacher geht. Mit der
Basisstation dieser Schnurlosen hole man sich den D- oder E-Netz-Sendemast quasi
direkt ins heimische Wohn-, Arbeits- oder sogar Schlafzimmer.
Zwar sei die Feldstärke der kleinen Schnurlos-Basisstation deutlich schwächer
als ein großer MobilfunkSendemast, doch mache die geringere Entfernung zum Körper
den Feldstärkeunterschied wieder wett. Die Basis- und Ladestationen der
Schnurlosen findet man im Alltag körpernah auf Nachttischen, Schreibtischen, in
Wohnraumregalen oder auf der Fensterbank. Je nach Nähe zum Körper können die
ganz Kleinen auf dem Nachtschränkchen sogar feldstärker sein als die ganz Großen
auf den Türmen und Dächern der Städte, Dörfer und an den Autobahnrändern.
Nach den Messungen von Maes und Merkel senden die Handtelefonapparate eine ähnlich
starke Strahlung wie die dazugehörige Basisstation. Allerdings senden die
Handgeräte nur, wenn telefoniert wird, und sind deshalb nicht so problematisch
wie ihre permanent funkenden Basisteile. Drei der getesteten Geräte senden
nicht nonstop, sondern nur beim Telefonieren, und übertragen zudem ungepulst, können
also durchaus empfohlen werden.
Aus technischer und gesundheitlicher Sicht ist wichtig zu verstehen, wie die
Sprachübertragung bei den Schnurlosen funktioniert. Grob unterschieden wird
zwischen analoger (ungepulster) und digitaler (gepulster) Technik.
Bei analoger Übertragung sendet die Antenne des Handgerätes hochfrequente
elektromagnetische Wellen zur Basisstation. Auf diese Wellen wird die
Sprachinformation aufmoduliert und drahtlos durch die Luft transportiert.
Der digitale Funk 'verpackt' die Sprache in winzige Teile, und diese
Einzelinformationen werden über die elektromagnetische Welle zum Empfänger
geschickt. Bei dieser Technik wird die hochfrequente Welle zudem niederfrequent
zerhackt, periodisch getaktet: bei den Schnurlosen 100 mal (DECT) oder 500 mal
(CT2) in der Sekunde, beim D- und E-Netz 217 mal. Der technische Vorteil: Man
kann so mehr Information transportieren. Der Großteil der Branche setzt bei den
schnurlosen Telefonen immer mehr auf die gepulste Technik nach DECT-Standard. Für
die Industrie ist diese Technik eine feine Sache, für die Gesundheit jedoch
problematisch. "Die gepulste Strahlung", so Prof. Günter Käs von der
Bundeswehruniversität Neubiberg, "ist sehr aggressiv."
Bei unseren Tests wurden die Strahlungsstärken der Basisstationen in Nanowatt
pro Quadratzentimeter (nW/cm²;) gemessen. Die ständig funkenden DECT-Telefone
von Hagenuk, Siemens und Telekom schafften in 50 cm Entfernung bis 16.000 nW/cm²;,
in 30 cm Abstand sogar bis 44.400 nW/cm²;. Dr. Lebrecht von Klitzing,
Medizin-Physiker der Universität Lübeck, fand bei Laborversuchen Hirnstromveränderungen
bereits bei 100 nW/cm²;. Dr. von Klitzing und Prof. Käs halten die von uns
ermittelten Werte für kritisch. Empfindliche Menschen könnten bei diesen
Belastungen schon mit Symptomen wie z.B. Unwohlsein, Schmerzen, Schwindel und
Schlafstörungen rechnen.
Inzwischen weisen, so die beiden Wissenschaftler, mehrere Studien darauf hin, daß
neben der Feldstärke der immer gleichbleibende -also periodische- Puls und die
Dauer der Strahlenbelastung, besonders in der Schlafphase, entscheidend sind, ob
biologische Effekte auftreten oder nicht. Beide Risikofaktoren, Puls und Dauer,
gelten für vier Geräte des Tests und übertragen für alle, die nach
DECT-Standard gebaut werden.
Alle Telefone wurden dem Alltag entsprechend gemessen: in einem 30 m²; großen
Altbauwohnzimmer mit Rauhfaserwänden, sparsamer Möblierung und wenig
reflektierenden Flächen. Maes hat die unscheinbare Basisstation des Siemens
Gigaset hinter eine 42 cm dicke massive Ziegelsteinwand in ein Nebenzimmer
gestellt und gemessen, wieviel gepulste Strahlung durch die Wand geht. Es waren
1.000 nW/cm², eine Belastung, die zehnmal höher ist als jene, bei der man im
EEG nachweisen konnte, daß sie unsere Hirnströme durcheinanderbringt. Die im
Kellergeschoß aufgestellte Hagenuk-Basisstation verursachte im Schlafzimmer des
Erdgeschosses darüber immer noch Strahlungsstärken der EEG-auffälligen Höhe
von 100 nW/cm²;, eine im Nachbarhaus am Fenster positionierte ebenfalls.
Alle DECT-Schnurlosen im Test schafften innerhalb eines Raumes noch im Umkreis
von 3 bis 5 Metern diese kritische 100 nW/cm²-Marke, die zu besorgniserregenden
biologischen Effekten führt.
Die DECT-Ingenieure erklären, warum denn die Basisstationen der gepulsten
Schnurlosen Dauersender sein müssen: Man kann an eine Basisstation zahlreiche
Handgeräte anschließen, die wiederum untereinander kommunizieren können.
Deshalb müsse die Basisstation ständig mit den Handgeräten in Kontakt
bleiben.
Es geht auch anders. So funkt das digitale Sony-Gerät DCT 200 nur beim
Telefonieren, also nicht nonstop. Erst wenn man den Hörer hochhebt und sprechen
will, wird eine Verbindung hergestellt. Außerdem hat die Basisstation des Sony
ein eingebautes normales Telefon, was nach altem Brauch über Kabel läuft. Man
hat hier also die Wahl: Funk oder Kabel. Das Sony funktioniert nach dem weltweit
verbreiteten digitalen CT2-Standard. An andere analoge Telefone kann man auch
bis zu vier Hörer anschließen und erspart sich den Dauersender.
Siemens ist überzeugt, daß sich die neue DECT-Technik durchsetzt: "In ein
paar Jahren werden 90 % aller Schnurlosen DECT's sein." Das Bundesamt für
Strahlenschutz hält, im Widerspruch zu vielen internationalen Wissenschaftlern,
die gepulsten Telefone für unriskant und gibt somit grünes Licht für die
Industrie.
Demnächst sollen ganze Stadtteile übersät sein mit hunderten dieser
DECT-Sender oder ähnlicher Systeme. Wenn 1998 das Telefon-Monopol fällt, dann
werden weitere private Firmen Telefonverbindungen anbieten. Sie wollen eigene flächendeckende
Telefonnetze aufbauen. Straßen aufreißen und neue Kabel verlegen ist viel zu
teuer. Bleibt der Funk.
Soweit das Magazin Öko-Test.
Was tun?
Möglichst normale Kabeltelefone
benutzen. Drahtlose Telefone nur als Zweitapparat anschaffen und nur gezielt
einsetzen, z.B. beim Arbeiten im Garten oder im Keller. Möglichst kurz
schnurlos telefonieren. Analog funkende Telefone (ohne Puls) sind, nach allem
was man bisher weiß (und das ist wahrhaft noch nicht viel!), biologisch
unkritischer als digital (mit Puls) sendende. Analog sendende CT1-Plus-Telefone
bewähren sich seit vielen Jahren auf dem Markt. Es gibt sie weiterhin in den
Geschäften, auch wenn die DECT-Dauerstrahler seit wenigen Jahren immer mehr zum
Marktführer aufsteigen.
Erinnern wir uns:
CT1-Plus-Standard, das bedeutet schwache und
analoge Strahlung, nicht gepulst und nicht dauersendend. Nach dem Einhängen ist
Funkstille, es gibt dann keinen Elektrosmog mehr, hier gibt's also kein
nennenswertes Problem.
CT2-Standard heißt schwache digitale
Strahlung, gepulst und somit beim Telefonieren eventuell biologisch kritischer,
aber wenigstens auch nicht dauersendend.
Vorsicht: DECT- und GAP-Standard bedeuten stärkere
digitale Strahlung, gepulst und nonstop volle Leistung sendend, auch wenn nicht
telefoniert wird. Es gibt im Umfeld der Basisstation gepulsten Dauerelektrosmog.
Wenn ein DECT-Telefon in einem Haus steht, dann messe ich seine
unverwechselbaren Signale im gesamten umgebenden Wohngebiet, auf der Straße, im
Garten, beim Nachbarn, je näher an der Feldquelle -der Basisstation-, um so stärker,
selbst durch Mauern hindurch, bis zu 50 Meter weit und manchmal noch mehr.
CT1-Plus-Schnurlose senden mit 10 mW (Milliwatt) Leistung im hochfrequenten
Bereich von 885 bis 930 MHz (Megahertz).
CT2-Geräte senden auch mit 10 mW, hier im Bereich von 864 bis 868 MHz, gepulst
mit 500 Hz.
DECT- bzw. GAP-Telefone senden mit 250 mW bei 1880 bis 1900 MHz, gepulst mit 100
Hz, 25mal so stark wie CT1-Plus und CT2 und schon im Bereich von D- und
E-Netz-Mobilfunkhandys.
EEG-Effekte und andere biologische Probleme wie Stoffwechsel-, Immun- und
Zellkommunikationsstörungen, Hormon-, Schlaf- und Durchblutungsstörungen,
vegetative und neurale Auffälligkeiten, Schmerzen und Förderung des
Krebszellenwachstums... fanden Wissenschaftler nur bei gepulster Strahlung, bei
ungepulster nicht.
Siemens:
"Umtauschen..."
Ein Kunde sprach Siemens an und
wollte seinen gepulsten Dauersender wieder loswerden, aus Vorsorge. Siemens, der
Hersteller des DECT-Telefons Gigaset, reagierte im August 1996: "Der
Gebrauch solcher schnurlosen Telefone gilt als gesundheitlich unbedenklich. Gemäß
der Strahlenschutzkommission ist ein Sicherheitsabstand des Kopfes zur Antenne
nicht erforderlich. Ihr Gigaset funktioniert einwandfrei. Wir wünschen eine
immer gute Verbindung mit Ihrem Gigaset."
Geht es statt um biologische um technische Störungen, dann empfiehlt Siemens
auf Anfrage der Zeitschrift 'Test' (siehe auch im folgenden Absatz), ein
DECT-Telefon gegen ein analoges umzutauschen, denn "die Telefone können
die Technik der Umgebung stören", darauf sei in der Gebrauchsanleitung
hingewiesen.
Stiftung
Warentest: "Tobak..."
Die Stiftung Warentest schreibt in
'Test' (Heft 7/1997): "DECT-Telefone vertragen sich nicht mit
elektronischen Geräten, z.B. mit Satellitenempfängern, trotz CE-Zeichen und
Erfüllung der EU-Richtlinien. Es gibt in der Umgebung eingeschalteter
DECT-Telefone häßliche Streifen im Fernsehbild. Dabei muß die Basisstation
nicht einmal im selben Raum stehen. In einem Fall betrug die Entfernung zehn
Meter, und zwischen Satellitenreceiver und Basisstation war eine Decke und eine
Wand. Auch für Hörgeräte, andere Telefone und Stereoanlagen ist die gepulste
Mikrowellenfrequenz der schnurlosen DECT-Telefone starker Tobak. Gestörte Geräte
fiepen, brummen und versagen ganz. Mit analogen Telefonen gibt es keine
Probleme."
'Test' fragt: Sind DECT-Telefone elektrische Umweltverschmutzer? 'Test'-Antwort:
"Alle überprüften DECT-Telefone machten Störungen." 'Test'-Tip:
"Vereinbaren Sie ein Umtauschrecht, und schreiben Sie bei Problemen an die
Hersteller. Je mehr reklamieren, um so größer der Druck." 'Test' zur
Qualität: "Digitale Telefone schneiden in Gebäuden schlechter ab als
analoge."
Und
der Mensch?
Satellitenreceiver, Fernsehapparate,
Hörgeräte und andere elektronische Geräte lassen sich also durch gepulste
DECT-Signale stören, und das noch in zehn Metern Entfernung hinter Wänden. Für
Hirne und Nerven sehen amtliche Strahlenschützer und die Hersteller keine
Notwendigkeit für einen Sicherheitsabstand, nach deren Meinung könnten Sie
sich Ihren DECT-Dauerbrenner direkt unters Kopfkissen legen... Einem Menschen
mutet man Millionen mal mehr Feldstärke zu als ein technisches Gerät aushält.
Gegen Mobilfunktürme gibt es einige hundert Bürgerinitiativen und gegen
DECT-Telefone keine. Die Menschen sind schlecht informiert, geht es hier doch um
eine vergleichbare Strahlung. In vielen Fällen ist das DECT-Telefon im Raum
oder nebenan feldintensiver als die auf dem Dach des Hauses installierte riesige
D- oder E-Netz-Sendeanlage.
Fallbeispiele
Wir von der Baubiologie Maes und die
Ärzte, mit denen wir zusammenarbeiten, erleben in den letzten Jahren zunehmend,
daß Menschen auf die gepulste Strahlung solcher Telefone reagieren. Die Klagen
werden lauter, daß körperliche und seelische Symptome wie z.B. Kopfschmerzen,
Schwindel, ständige Müdigkeit, Ohrenrauschen, Schlafprobleme, Konzentrations-
und Sehstörungen, Allergien, Gereiztheit, Nervosität, Ängste oder allgemeines
Unwohlsein auftraten, nachdem man in der Nähe Mobilfunksender installierte oder
DECT-Haustelefone Einzug hielten.
Die Erfolge nach Abschirmung von mobilfunkbestrahlten Räumen, nach Verlegung
von Bettplätzen oder Entfernung der Verursacher sind deutlich. Hier eine
Auswahl von inzwischen reichlich vorliegenden Fallbeispielen:
Sabine Willems aus Krefeld ließ ihr neues Haus vor dem Umzug baubiologisch
untersuchen und richtete sich entsprechend ein. Sie fühlte sich hier wohl und
schlief gut, so auch ihr Mann und ihr kleiner Sohn. Nach drei Jahren ging es mit
ihrer Schlafqualität zunehmend bergab, jede Nacht Beschwerden, jeden Morgen wie
verkatert, Kopfschmerzen, schlechte Laune. Ehemann Christoph und Sohn Daniel
hatten keine Probleme. Die 35jährige konsultierte fünf Ärzte, nahm
Medikamente, versuchte es mit Bettverstellungen, schlief auch in anderen Räumen,
experimentierte auf verschiedensten Ebenen, sechs Monate lang, keine Besserung.
Dann eine erneute baubiologische Untersuchung. Die zeigte starke DECT-Signale.
Die Signale kamen vom Nachbarn, das Telefon stand in Sichtkontakt auf seiner
Wohnzimmerfensterbank, etwa acht Meter von Frau Willems Bett entfernt. Der
Nachbar tauschte dieses digitale gegen ein analoges Schnurloses nach altbewährtem
CT1-Plus-Standard aus. Nun ist ein Jahr vergangen. Sabine Willems hat seitdem
keine Beschwerden mehr.
Helga Gollers aus Schwalmtal ist MS-krank, behindert und pflegebedürftig. Plötzlich
ging es ihr rapide schlechter, sie hat in einem Jahr 30 Kilo abgenommen, konnte
kein Essen mehr bei sich halten, nicht einmal mehr Sprudel, ihr war ständig übel,
die Kopfschmerzen wurden immer unerträglicher. Sie führte das auf ihre schwere
Krankheit zurück und befürchtete schon das Allerschlimmste, wunderte sich
aber, daß es ihrem Mann auch schlechter ging und er in dem gleichen Zeitraum
von einem Jahr plötzlich jede Nacht Kopfschmerztabletten brauchte. Die 50jährige:
"Wir waren verzweifelt, wußten nicht weiter. Da kam mein Arzt bei einem
seiner Hausbesuche auf die Idee, das neue DECT-Telefon aus der Steckdose zu
ziehen. Wir hatten das ein Jahr zuvor gekauft, die einzige Veränderung im
Schlafraum. Es stand auf dem Nachttisch zwischen den Betten, nah am Kopf. Das
war's!! Danach ging es uns täglich besser, es war wie ein Wunder. Zwei Wochen
später hatte mein Mann keine Schmerzen mehr, und meine schreckliche Übelkeit
war wie weggeblasen. Wir fühlten uns wie neugeboren! Seitdem warnen wir jeden
vor diesen Geräten." Helga Gollers hat im letzten Jahr wieder 10 Kilo
zugenommen.
Der 8jährige Marcel aus Düsseldorf kratze sich ein halbes Jahr lang immer
wieder die Haut blutig, besonders nachts im Schlaf. Vor diesem halben Jahr kam
das DECT-Telefon in das Nebenzimmer, nur durch eine dünne Gipswand von seinem Körper
getrennt. Die Eltern wollten es nicht glauben: Kurz nachdem sie den Netzstecker
der Basisstation zogen, hörte das Hautjucken des Jungen für immer auf.
Bei der kleinen Susan aus Dortmund war es nach dem Neukauf eines DECT-Telefones
aus mit dem Schlaf. Das Gerät stand im Wohnzimmerregal. Auf der anderen Seite
der Wand lag die 5jährige in ihrem Bettchen und klagte über Ängste,
Schwindel, Alpträume, Schweiß..., Symptome, die es vorher nie gab. Sie machte
wieder ins Bett. Seit der Abschaffung des Telefons ist Susan wie vorher, schläft
durch, ist trocken, hat keine Angst mehr.
Auch der 38jährige Notar aus Neuss konnte kaum noch schlafen, klagte über
Kopfschmerzen und andere diffuse Beschwerden. "Ich hatte das Gefühl,
ich werde ganz plötzlich ganz alt, bekam erstmals leichten Bluthochdruck, wurde
immer vergeßlicher, zunehmend nervöser, hatte Herzrasen. Die Blutdruckwerte
lagen im Mittel bei 150 zu 110, obwohl ich zu niedrigem Blutdruck neige."
Er bekam Betablocker. Bei der baubiologischen Untersuchung fielen die
DECT-Signale aus der Wohnung des Nachbarn auf. Der kaufte einsichtig ein anderes
Schnurloses nach CT1-Plus-Standard. Der Notar: "Das war verblüffend, mein
Befinden hellte in wenigen Tagen auf, nach nur einer Woche habe ich die
Betablocker abgesetzt. Warum wird man nicht besser informiert? Wer weiß schon,
daß hier ein Gerät ständig sendet? Die meisten wollen ein Schnurloses, um
nicht ständig übers Kabel zu stolpern, nicht um acht Hörer anschließen zu können.
Dafür braucht man keinen Dauersender. Ich glaube, wenn es die Leute wüßten, wären
sie viel vorsichtiger."
Mir liegen inzwischen viele provozierende Fallbeispiele vor, sie ähneln den
oben geschilderten. Erwachsene und Kinder reagierten gleichermaßen, nicht
immer, aber oft. In den meisten Fällen waren die feldverursachenden
Telefonbesitzer dankbar für die Aufklärung und haben die Dauersender
umgetauscht bzw. ein anderes gekauft. Oder sie zogen die Telefone zumindestens
nachts aus der Steckdose. In einigen Fällen haben die Betroffenen ihren
Nachbarn ein neues Telefon bezahlt.
In vier Fällen wollten die Kunden, nachdem sie meine Messungen erlebten und die
nervenden DECT-Signale aus den Lautsprechern der Meßgeräte hörten, daß ich
ihr Telefon gleich mitnehme.
© BAUBIOLOGIE UND
UMWELTANALYTIK WOLFGANG MAES SCHORLEMERSTR. 87 41464 NEUSS
TELEFON 02131/43741 TELEFAX 44127
Weitere Informationen unter www.buergerwelle.de
|