LH Pröll legt im
Handysteuer-Streit nach und will "50 % weniger Masten"
Politiker kontert
Friedensangebot der Handy-Bosse (Quelle:
NEWS, September 2005)
In einem Interview in der aktuellen Ausgabe von NEWS legt
Niederösterreichs Landeshauptmann im Streit mit den Handybetreibern kräftig
nach: Zu seinen Bedingungen, die vom niederösterreichischen Landtag beschlossene
Sondersteuer für Handybetreiber nicht in Kraft treten zu lassen: "Erstens
müssen sich die Gesellschaften zu einer gemeinsamen Gesellschaft zusammen tun,
um die Infrastruktur miteinander zu nutzen, sowohl bei den bestehenden als auch
bei den künftigen Sendern. Und dann
müssen sie die Rationalisierungsgewinne an die Handybenutzer durch eine Senkung
der Gebühren weiter geben." Zur Kritik, die Steuer sei eine reine
Geldbeschaffungsaktion: " Wir brauchen das Geld nicht, wir wollen nur
diese internationalen Konzerne zur Vernunft bringen, ..
Und natürlich damit das Land nicht weiter durch unnütz viele Masten verschandelt
wird."
Zu seiner weiteren Vorgangsweise: "Ich lade die Handybetreiber ein, ihre Masten
kräftig zu reduzieren und neue gemeinsam zu bauen. Weniger Masten, keine
Steuern. Mindestens die Hälfte weniger. Es muss ein Vertrag auf den Tisch, wie
man mit einem Minimum an Sendern das
Auslangen findet und eine Vollversorgung garantiert, auch in Zusammenhang mit
dem UMTS-Ausbau."
Und zur Strategie der Handy-Bosse: "Die Manager wie die Herren Nemsic und
Pölzl haben ihren Job verfehlt, wenn sie oberflächliche Rechtsberatung und
irreführende Information der Öffentlichkeit zulassenund Volksvermögen
vergeuden. Ihr angeblicher Sprecher für ihren Industriezweig, Thomas Barmüller,
ist eine gescheiterte politischeExistenz, die sachlich völlig daneben liegt und
nur wieder in die Zeitung kommen will. Dieser Mann ist für uns kein
Gesprächspartner... Die EU-Kommissarin Reding soll ruhig weiter prüfen, sie hat
sich bisher
schon kräftig in die Nesseln gesetzt. Ebenso wie Vizekanzler Gorbach.. Wer
durch Schaden nicht klüger wird, dem ist nicht zu helfen."