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Vortrag über Elektrosmog am BORG Im Rahmen des Schulprojekts "Nicht ohne mein Handy" fand am 10. Mai im Erzherzog-Johann-BORG Bad Aussee ein Vortrag über Elektrosmog und Gesundheit statt. Referent war Herr Wulf-Dietrich Rose, Vorstandsmitglied der Internationalen Gesellschaft für Elektrosmogforschung, Gründungsmitglied des Instituts für Baubiologie in Deutschland und mehrfacher Buchautor. Herr Rose, der schon am Nachmittag mit den Schülern der Projektklasse ein Workshop veranstaltet hatte, beschrieb in sehr eindrucksvoller Weise die Risiken und gesundheitlichen Störungen bei Menschen und Tieren, die durch die gepulste Mikrowellenstrahlung, die von Handys und Handysendern ausgeht. Dazu gehören die Öffnung der Blut-Hirnschranke, Veränderung des Melatoninspiegels im Blut und Erbgutveränderungen, so Rose. Er betonte, dass es Aufgabe des Telekommunikationsgesetzes sei, bei der Errichtung von Mobilfunkanlagen für den Schutz von Leben und Gesundheit zu sorgen. Auch durch intelligente Antennentechnik könne man die Strahlung im Nahbereich von Sendern reduzieren, das kostet natürlich Geld. Im Anschluss an den Vortrag entwickelte sich eine angeregte Diskussion, unter anderem mit Herrn Dr. Oberfeld, Umweltmediziner der Salzburger Landesregierung, der sagte, dass bereits weit unter denen von der WHO empfohlenen Strahlungsgrenzwerten gesundheitliche Effekte feststellbar sind und dafür einfach die technischen Signale verantwortlich sind, die die Körperzellen fehlsteuern und zu den bekannten Symptomen wie Kopfschmerzen oder Schlaflosigkeit führen. Um das zu verhindern sollten beim Aufstellen neuer Sendemasten vorher Berechnungen und Messungen nach Schweizer Vorbild erfolgen. Dr. Oberfeld stellt auch den sogenannten "Salzburger Vorsorgewert" vor, der weit unter den bisherigen Grenzwerten liegt und in die Grenzwertverordnung aufgenommen werden sollte. Es sei eine der schwierigsten Fragen, ab welcher Strahlendosis Schäden auftreten können. Im Publikum saß auch Frau Eva Maršálek von der Plattform-Mobilfunk-Initiativen. Sie betonte, dass Versicherungen die Deckung des Gesundheitsrisikos im Rahmen ihrer Haftpflicht explizit ausschließen, sodass der Grundstückseigentümer, der einen Sendemast aufstellen lässt, für etwaige Schäden mithaftet. Auch die Wertminderung von Grundstücken in der Nähe von Sendern werde immer mehr ein Thema. Frau Maršálek bat die Bürgermeister um Unterstützung, indem sie die sog. Mobilfunkpetition unterzeichen, die 1999 an die Bundesregierung überreicht wurde und in der die Verankerung niedrigerer Grenzwerte und Anrainerrechte gefordert wird. In Kärnten steht durch die Novellierung der Bauordnung diese Verankerung der Anrainerrechte beim Aufstellen von Masten bevor. Ein Vertreter einer Bürgerinitiative berichtete, dass in seiner Heimatgemeinde das Aufstellen von Sendemasten nur akzeptiert werde, wenn dies vorher dem Bauamt gemeldet wurde. Das hat den Vorteil, dass eine sinnvolle Standortpolitik betrieben werden kann, mit der alle zufrieden sind. Ein weiterer vertreter einer Bürgerinitiative sagte, dass die Zielgruppe der Handy-Nutzer Kinder und Jugendliche sind und dass dieser Umstand anlass zum handeln sei. Bürgermeister Otto Marl sagte seine Mithilfe zu und betonte, dass die Sensibilisierung der Bevölkerung besonders wichtig sei. Auch Herr Rose bestätigte, dass das Engagement der Bevölkerung am meisten bewege. Trotz allem muss man sagen, dass jeder Handynutzer selbst zur Vermehrung der Sendemasten und des Elektrosmogs beiträgt und deshalb Aufklärung zum kritischen Umgang mit Telekommunikation dringend nötig ist. In diesem Sinne versteht sich auch das Schulprojekt "Nicht ohne mein Handy". |
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Von Links nach Rechts: Mag. Harald Gerstgrasser, Projektleiter Dr. Gerd Oberfeld, Umweltmedizin, Salzburg Frau Eva Marsalek, Plattform Mobilfunkinitiativen Wulf-Dietrich Rose, Internationale Gesellschaft für Elektrosmog-Forschung |
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