Beurteilung der Elektrosmogmessungen am Gelände des

Projektes BERTA der Lebenshilfe Ausseerland.

 

Im Rahmen eines Physik-Projektes des Naturwissenschaftlichen Zweiges der 8B-Klasse des Erzherzog Johann BORG Bad Aussee (Prof. H. Gerstgrasser) wurde in Kooperation mit der Lebenshilfe Ausseerland die Elektrosmogbelastung am Gelände des Projektes BERTA in Obertressen untersucht.

Das Hauptaugenmerk lag auf der Analyse des elektrischen und magnetischen Feldes, das von der nahe gelegenen 110-KV-Leitung verursacht wird. Weiters wurde eine Bestandsaufnahme der Hochfrequenzbelastung, die durch einen benachbarten Mobilfunk-Sendemasten verursacht wird, durchgeführt.

Aus der neuesten wissenschaftlichen Literatur ist bekannt, dass sich das Leukämie-Risiko für Kinder verdoppelt, wenn die Belastung durch niederfrequente Magnetfelder (wie in der Nähe einer Hochspannungsleitung) einen Wert von 400 Nanotesla übersteigt; über die Wirkung des elektrischen Feldes sind keine eindeutigen Aussagen zu finden.

Aus diesem Grunde wurden 28 Messpunkte ausgewählt und die Messwerte erhoben. Der höchste gemessene Wert für die Magnetfeldstärke beträgt nur 17% des kritischen Wertes von 400 Nanotesla, also ein eher beruhigendes Ergebnis. Aus baubiologischer Sicht bewegen sich die Werte im Bereich einer so genannten Schwachen Anomalie (20 bis 100 Nanotesla). Es ist anzunehmen, dass die Belastung durch elektrische Installationen in geplanten Gebäuden die primäre Elektrosmogbelastung verursachen werden.

Die gemessene Ankopplungsspannung als Maß für das elektrische Wechselfeld der Hochspannungsleitung fiel ebenfalls sehr niedrig aus.

Die Belastung durch Mobilfunkstrahlung ist erwartungsgemäß sehr unterschiedlich und hängt vom Sichtkontakt zum Sendemasten ab. Die Messwerte liegen natürlich weit unter den in Österreich empfohlenen Richtwerten. Aus baubiologischer Sicht jedoch handelt es sich bereits um starke Anomalien, die für verschiedenste gesundheitliche Beschwerden verantwortlich gemacht werden (athermische Effekte). Eine sinnvolle natürliche Abschirmung gegen Mobilfunkstrahlung ist durch die Wahl geeigneter Baumaterialien (Massivholz-Lärche, Lehm, Grasdach, Mehrschicht-Thermofenster z. Bsp.) möglich, die Abschirmung gegen Magnetfelder der Hochspannungsleitung dagegen ist äußerst schwierig. Die genauen Messergebnisse, Lageplan und Auswertungen finden Sie unter www.borg-aussee.at

Der pädagogische Wert dieses Projektes war in mehrfacher Weise gegeben: Zusammenarbeit mit einer außerschulischen, sozialen Institution wie die Lebenshilfe Ausseerland und die Thematisierung eines umwelt- und gesundheitsbezogenen Themas.

Lageplan            Tabelle        Grafik            Tagesprofil der 110 KV-Leitung        Baubiologische Richtwerte

 

Bilderbogen von der Begegnung mit dem weltberühmten "Agrarrebellen" Sepp Holzer aus dem Lungau am 19. Oktober 2004 am Gelände des Projektes BERTA der Lebenshilfe Ausseerland.