Das Haus
Im Mai wurde das mit Fördermitteln aus dem LEADER-PLUS-Programm unterstützte Haus fertiggestellt. Es wurde ausschließlich von heimischen Firmen unter Mithilfe des Bauhofes der Stadtgemeinde gebaut und fügt sich harmonisch in das Gelände des Alpengartens ein.
Mit zwei Toiletten, einer kleinen Küche und einem Mehrzweckraum – ausgeführt in behindertengerechter Bauweise- entstand so jene Infrastruktur, die man für die geplante Nutzung des NEZA-Hauses benötigt: „Naturerlebniseinheiten“ (praktisches Erkunden von selbst gesammeltem Material) überwiegend für Kinder und Jugendliche im Rahmen von schulischen Projektwochen und Ferienaktivitäten, Einführungen in Alpengartenrundgänge, naturkundliches Schlechtwetterprogramm etc.
Der bereits mit drei Stationen ausgestattete Naturerlebnis-Themenweg ist ebenfalls Bestandteil des NEZA-Projektes.
Die Eröffnung des NEZA-Hauses und die Vorstellung der drei bereits fertiggestellten Naturerlebnisstationen fand am 5. Juni unter reger Beteiligung der Bevölkerung statt.
Im NEZA-Gebäude selbst konnte man die quirlige Welt des Wassers und des Bodens kennenlernen. Beim Blick durch eines der aufgestellten Mikroskope wurde man von Schülern des Erzherzog Johann BORG und DI Nani Steiner unterstützt. Videokameras ermöglichten die bequeme Betrachtung der Fressorgien von Wimperntierchen und der Versteckversuche von Milben und Springschwänzen unter den beleuchteten Bodenkrümeln.
Nun muss das Haus auch weiterhin mit Leben erfüllt werden. Frau DI Anna Steiner absolviert bis zum Sommer die Ausbildung zum Naturführer und bietet „Naturerlebniseinheiten“ für Kinder (Schulen, Projektwochen, Gästekinder....) an. Die dazu notwendige Ausstattung mit Mikroskopen, Stereomikroskopen, Fangmaterial etc. ist zum Teil bereits vorhanden und wird innerhalb dieses Jahres ergänzt. Die Einheiten selbst wurden zum Teil auf Basis der Vorarbeiten durch die „Biologen“ des Erzherzog Johann BORG konzipiert .
Auch die Stationen jenes Naturerlebnisweges, der den Alpengarten mit dem Sommersbergersee verbindet, wurden überwiegend von Schülern unter Anleitung ihrer Lehrer erarbeitet. Zeichnen die Schüler des BORG für die Inhalte und das Layout der Libellen- und Fledermausstation verantwortlich, so haben die Burschen und Mädchen der polytechnischen Schule an der Hauptschule 2 unter der Leitung von Fachlehrer Franz Amon von der Hauptschule 2 die wunderschönen Holzarbeiten angefertigt
(Details unter http://www.hs2-badaussee.stsnet.at/hs2ba/pts/pro0304/neza.htm) .
Ein herzliches Dankeschön den Schülern und ihren Lehrern! Die Beteiligten sind im Impressum der beiden Stationen angeführt. DI Thomas Steiner ist der Verfasser der Texte des Moorbuches, einer weiteren interessanten Lesestation entlang des genannten Weges.

Eine große Gruppe interessierter Ausseer und Gäste folgte den fachkundigen Erläuterungen der Schüler und lauschte den stimmungsvollen Klängen des Flügelhornquartettes (H. Loitzl, H. Egger, G. Leu, F. Edlinger) am See.
Marketingkonzept in Arbeit
Im kommenden Jahr wird das NEZA mit seinem speziellen Programm in Vollbetrieb gehen. Geplant ist auch die Zusammenarbeit mit dem „Naturerlebniszentrum Ödensee“, um eine größere Anzahl von Schulen zu erreichen.
Da sich das NEZA harmonisch in den Alpengarten einfügt, eignet es sich auch hervorragend für kleine Veranstaltungen.
Das NEZA ist vorerst nur für bestimmte Veranstaltungen und Aktivitäten geöffnet.
Wir danken der Fa. RIGIPS AUSTRIA für die großartige Unterstützung unserer Idee.
Sieglinde Köberl, Projektleiterin