Gastvortrag von Prof. Harald Gerstgrasser an der Pädagogischen Akademie in Graz
Am 4. Juni 2003 hielt Prof. Harald Gerstgrasser vom Erzherzog-Johann BORG Bad Aussee auf Einladung der Pädagogischen Akademie in Graz einen Gastvortrag über die Problematik der Mikrowellenstrahlung, die von Handys und deren Sendestationen ausgeht. Der Vortrag fand vor Studenten der Physik und Chemie und interessierten Kollegen statt. Schwerpunkte waren ein technischer, ein biologischer und ein wirtschaftlicher Teil. Insbesondere die gesundheitlichen Auswirkungen der Handynutzung, die in Fachkreisen sehr kontraversiell diskutiert wird, war ein Thema. Nach wie vor gibt es in Österreich keine offiziell gültige Grenzwertverordnung für Hochfrequenzbelastung der Bevölkerung. Die neue alternative und dezentrale Mobilfunktechnologie moteran (Mobile Telecommunications Radio and Relay) wurde vorgestellt; eine Technologie, die keine Basisstationen (die Anwohner rund um die Uhr bestrahlen) mehr benötigt und mit wesentlich geringerer Sendeleistung auskommt. Jeder Handynutzer wird selbst zum Sender, die Informationen suchen sich selbst den kürzesten Weg zum Empfänger, wie bei einem Routenplaner. Anschließend wurden sehr eindrucksvolle Demonstrationsexperimente mit Messgeräten für Hochfrequenz vorgeführt und zu einer angeregten Diskussion übergeleitet. „Natürlich steht ein endgültiger Beweis der gesundheitlichen Auswirkungen der Strahlung noch aus, doch die Verdachtsmomente verdichten sich immer mehr und Vorsicht und Vorsorge sind mehr als angebracht“ betonte Prof. Gerstgrasser.